SAMPLERS

SAMPLER-Anamnese: Dem Notfall auf den Grund gehen

Dient das ABCDE-Schema der schnellen, strukturierten Beurteilung eines (Notfall-)Patienten, gehen Notfallsanitäter oder Rettungssanitäter (und auch Samariter) mit Hilfe der SAMPLER-Anamnese einen Schritt weiter. Sie versuchen – allein mit Fragen –, den Zustand des Betroffenen auszuloten. Deshalb wird das SAMPLER-Schema auch als Secondary Survey (zweite Übersicht) oder Assessment (Bewertung) bezeichnet.

Das SAMPLER-Schema ist also ein anderer Begriff für eine sehr gründliche Untersuchung des Patienten und stellt insofern die Ergänzung zum ABCDE-Schema dar. Primär wird das SAMPLER-Schema bei internistischen Patienten angewandt. Handelt es sich um einen Trauma-Patienten, kann die reduzierte Form des AMPLE-Algorithmus genutzt werden.

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    S = Symptome

    Aktuelles Problem

    Art der Schmerzen/Beschwerden?

    Wo sind sie, Verlauf, Dauer, Einflüsse die zur Verbesserung/Verschlechterung geführt haben?

    Aufgabe:

    Überlege Dir, was es für Beschwerden geben kann, schreibt sie auf

    Lösung/Vorschlag: Klicke unten auf einen Punkt weiter nach rechts

  • SAMPLERS

    Lösung/Vorschlag:

    Kopfschmerzen

    Übelkeit

    Fussschmerzen

    Druck auf der Brust

    Atemnot

    Blähungen, Bauchschmerzen, Blase am Fuss

    Durchfall

    Ekzem

    Epistaxis (Nasenbluten)

    Enuresis (nächtliches Bettnässen bei Kindern)

    Geschmacksstörung, Gelenkschmerzen, Gangstörung, Gesichtslähmung

    Husten, Heiserkeit, Harnverhalt, Hämoptoe (Bluthusten), Hitzewallungen

    Innere Unruhe, Inkontinenz

    Kribbeln, Kopfschmerzen, Knieschmerzen, usw.

    Leistenschmerzen

  • SAMPLERS

    A = Allergien

    Auf was kann man alles allergisch sein?

    Was sollte ein Allergiker immer auf «sich» tragen?

    Wie heisst die schlimmste, lebensbedrohlichste Art einer Allergie?

    Aufgabe:

    Überlege Dir diese Fragen, schreibt sie auf

    Lösung/Vorschlag: klicke nach rechts

  • SAMPLERS

    Lösung/Vorschlag:

    1. - Medikamente

    Pollen, Gräser, Tierhaare, Hausstaubmilben, Duftstoffe,

    Kontaktallergie: Im Prinzip kann man auf alles, was Kontakt mit der Haut hat, Allergie auslösen

    (Bsp. Sind Latex, Nickel aus Schmuck, Shampoos, usw.)

    2. Ein Allergiker sollte immer ein «Notfall-Set» auf «sich» tragen, bestehend aus:

    - Antihistaminikum (z.B. Zyrtec, Cetirizin)

    - Cortisonpräparat (Spiricort, Prednison)

    - Bei Bienen- u. Wespenallergie: «Adrenalin-Fertigspritze, Autoinjektor» (z.Bsp. EpiPen oder Jext)

    (Achtung: Kurze Haltbarkeit, gibt es für Kinder und Erwachsene)

    3. Immer einen «Allergie-Pass» auf «sich» tragen

    4. Familie, Freunde sollten über Allergie informiert sein

  • SAMPLERS

    M = Medikamente + Drogen

    Regelmässig eingenommene Medikamente (Dauermedikation), welche wurden wann eingenommen?

    Andere/neue Medi’s (auch einmalige Einnahme in den letzten Stunden oder Tagen

    Auch selbstgekaufte oder auch Naturheilmittel, usw.

    Wurden evtl. Drogen oder Alkohol konsumiert?

    Welches Medikament, das ein Herzpatient einnehmen muss, kann bei einem Blutverlust lebensbedrohlich sein

    Welches Med’s muss ein Diabetiker einnehmen oder welches Spitzten (was ist bei der Aufbewahrung des Spitzten-Medikamentes zu beachten?

    Aufgabe:

    Überlege dir diese Fragen, schreibt sie auf

    Lösung/Vorschlag: klicke nach rechts

  • SAMPLERS

    Lösung/Vorschlag:

    1. Blutverdünnder (z.B. Marcoumar, Xarelto), Blutdrucktabletten, Cholesterintabletten, Migränemittel,

    Schmerzmittel, evtl. auch Betäubungsmittel,

    Medi’s, welche man als Pflaster appliziert, Anti-Babypille, Viagra!!!!!!!,

    2. Zeitpunkt u wieviel

    3. Homöopathische Arzneimittel, «Chrütli»

    4. Alkohol oder Drogen……..vorsichtig mit Empathie fragen!

    5. Blutverdünnder, Gerinnungshemmer (z.B. Marcoumar, Sintrom oder Spritzen Fragmine usw.

    6. Antidiabeticum oder Insulin (Achtung bei der Aufbewahrung: Nicht bei zu grosser Hitze lagern)

    verliert Wirkung!!

  • SAMPLERS

    P = Patientengeschichte

    1. Grunderkrankung: Bestehen z.B. Diabetes, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Herzschrittmacher

    2. Operationen

    3. Schwangerschaft (SS)

    Aufgabe:

    Überlege dir diese Fragen, schreibt sie auf oder gebt einander Auskunft

    Lösung/Vorschlag: klicke nach rechts

  • SAMPLERS

    Der Begriff Grundkrankheit beschreibt den Zustand eines an mehreren Erkrankungen leidenden Patienten bzw. multimorbiden Patienten, bei dem sich einige weiter seiner Beschwerden aus dem Verlauf anderer Krankheitsprozesse, eben Grundkrankheiten, erklären lassen.

    Lösung/Vorschlag:

    Diabetes, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Herzschrittmacher, Lungenerkrankung, Leber-Nierenerkrankung, usw.

    2. Appendektomie (Blindarmentfernung), Mandelentfernung, Herzoperation, Operationen am

    Bewegungsapparat, Operationen an Gefässen, plastische Chirurgie, usw.

    3. Besteht eine Schwangerschaft oder fand eine Fehlgeburt statt

  • SAMPLERS

    L = Letzte orale (Nahrungs)-Aufnahme

    …….Stuhlgang, Miktion (Wasserlösen), Menstruation

    Wann letzte Nahrungsaufnahme inkl. Flüssigkeit

    Stuhlgang/Miktion: wie viel, evtl. Schmerzen, Farbe, Geruch, Konsistenz

    Wichtig in Bezug auf eine eventuell bevorstehende Narkose

    Aufgabe:

    Stelle dir diese Fragen, schreibt sie auf

    Lösung/Vorschlag: klicke nach rechts

  • SAMPLERS

    Lösung/Vorschlag:

    1. z.B.: Um 13.00 Uhr ein Raclette gegessen und 1 Flasche Weisswein getrunken

    2. z.B.: Letzter Stuhlgang vor 3 Tagen, Stuhlfarbe braun und flüssig und es bewegte sich etwas!!

    Letzte Miktion (Urinlösen) vor 1 Stunde, Urin roch stark und hatte dunkle Farbe

  • SAMPLERS

    E = Ereignis in Bezug auf den Notfall

    Was hat zur jetzigen Situation geführt (Auslöser)?

    Aufgabe:

    Überlege dir diese Fragen, schreibt sie auf

    Lösung/Vorschlag: klicke nach rechts

  • SAMPLERS

    E = Ereignis in Bezug auf den Notfall

    Was hat zur jetzigen Situation geführt (Auslöser)?

    Aufgabe:

    Überlege dir diese Fragen, schreibt sie auf

    Lösung/Vorschlag: klicke nach rechts

  • SAMPLERS

    Lösung/Vorschlag:

    1. - Patient wollte mit Einkaufstaschen die Treppen hochsteigen

    - während Gartenarbeiten,

    - während Sport, im Fitness-Center

    - beim Arbeiten

    - in Ruhe

    - beim Autofahren, usw.

  • SAMPLERS

    R = Risikofaktoren

    Rauchen, Drogen, Übergewicht, usw.

    Aufgabe:

    Überlege dir diese Fragen, schreibt sie auf

    Lösung/Vorschlag: Klicke nach rechts

  • SAMPLERS

    R = Risikofaktoren

    Rauchen, Drogen, Übergewicht, usw.

    Aufgabe:

    Überlege dir diese Fragen, schreibt sie auf

    Lösung/Vorschlag: Auf der Rückseite

  • SAMPLERS

    S = Soziales

    Familienstatus (Kinder)

    Berufliche Situation (Beruf) finanziell Sorgen

    Freizeitverhalten, Religion

    Aufgabe:

    Überlege dir diese Fragen, schreibt sie auf

    Lösung/Vorschlag: klicke nach rechts

  • SAMPLERS

    Lösung/Vorschlag:

    1. Verheiratet, 5 x geschieden, seit 2 Std. in einer Partnerschaft, 22 Kinder (sind nicht

    «natürlich entstanden»!

    2. Gelernter Bäcker, arbeitslos seit 15 Jahren, da Mehlallergie besteht, Unterstützung durch

    Freundin und Sozialamt

    3. Hobby’s: Backen, Gleitschirmfliegen, Tauchen, Gärtner, Bergsteigen

  • Liebe Samariter
    Wegen der neuen Corona-Vorschriften konnten wir uns leider nicht an der Monatsübung treffen. Nun musstest du diese alleine zu Hause vor dem Computer machen.
    Frohe Festtage wünschen Dir Deine Samariterlehrerinnen und Lehrer

Impressum
Samariterverein Urdorf
Gründungsjahr: 1902

Präsidentin:
Berti Weber, Feldstr. 55, 8902 Urdorf
Tel. 044 734 12 51
E-Mail: info @ samariter-urdorf.ch

Webmaster:
Willy Forster, In der Fadmatt 26, 8902 Urdorf
E-Mail: webmaster @ samariter-urdorf.ch

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